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Handbuch Wertmanagement in Banken und Versicherungen

Das Handbuch „Wertmanagement in Banken und Versicherungen” behandelt ein zentrales ökonomisches Prinzip: Wertschaffung bildet die Grundlage für das Überleben von Unternehmen im Wettbewerb und entsteht nur dann, wenn sie ihr Kapital mit Renditen über den Kapitalkosten investieren. Banken und Versicherungen müssen daher Wert schaffen, um die Anforderungen der Kunden und der Anteilseigner erfüllen zu können.

Mehr als 40 Autoren aus dem Top-Management von Bank, Versicherung, Unternehmensberatung und Wissenschaft schreiben über Herausforderungen und Lösungsansätze des Wertmanagements, zu den institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen für Wertmanagement, zu Wertsteigerung durch Fusionen & Akquisitionen, Outsourcing, Integration und Kooperation sowie zu Wertorientierung in Steuerung, Controlling, Kundenbeziehungs- und Produktmanagement.

Das Buch enthält ein Geleitwort von Bundespräsident a. D.  Prof. Dr. Horst Köhler und unter anderem Aufsätze von: Werner Böhnke – Vorsitzender des Vorstands WGZ-Bank, Andreas Dombret – Co-Sprecher der Geschäftsleitung von Rothschild in Deutschland, Theophil Graband – Vorsitzender des Vorstands Norisbank, Thomas Gross / Walter Sinn – Geschäftsführer The Boston Consulting Group, Helmut Perlet – Mitglied des Vorstands Allianz AG, Klaus Rosenfeld – Mitglied des Vorstands Dresdner Bank AG, Hans Dietmar Sauer – Vorsitzender des Vorstands LBBW, Uwe Schroeder-Wildberg – Vorsitzender des Vorstands MLP AG, Frank Stenner – Leiter der Geschäftsführung BMW-Bank, Reinhard Wagner – Vorsitzender des Vorstands BHW AG, Axel Weber – Vorsitzender des Vorstands – DekaBank, Ernst Welteke – Präsident Deutsche Bundesbank.

Inhalt des Buches: Institutionelle und strukturelle Rahmenbedingungen für Wertmanagement Fusionen und Akquisitionen zur Wertsteigerung Outsourcing, Integration und Kooperation zur Wertsteigerung Wertorientierte(s) Steuerung und Controlling Wertorientiertes Kundenbeziehungs- und Produktmanagement Zielgruppen: Führungskräfte in Banken und Versicherungen Investment Manager, Aktienanalysten Corporate Finance Professionals, Strategieberater Führungskräfte in Konzernplanung und Finanzabteilungen Dozenten und Studierende der Bankbetriebs-, Versicherungsbetriebs- und Finanzierungslehre.

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La création de valeur dans la banque

Wertsteigerung oder Wertvernichtung bei europäischen Banken

Prof. Dr. Nadine Tournois, Universität Nizza und Prof. Dr.  Matthias Fischer, Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg diskutieren in ihrem neuen Buch die Möglichkeiten zur Wertsteigerung und zur wertorientierten Führung in Banken. Im Fokus stehen insbesondere der französische und der deutsche Bankenmarkt. Aber auch der US-amerikanische Bankenmarkt wird einer Analyse unterzogen. Im Buch werden u.a. folgende Management-Konzepte diskutiert:

  • Die Rolle der Technologie bei Wertsteigerungen
  • Wersteigerungsmöglichkeiten im Back-office
  • Benchmarking von US-Banken
  • Economic Value Added in Banken und Versicherungen
  • Bewertungsmethoden einer Bank
  • Analyse von grenzübergreifenden Fusionen und Akquisitionen bei Banken und Versicherungen
  • Finanzkennzahlenanalyse bei Banken
  • Wertorientiertes Konzerncontrolling

Preis: 26 Euro
270 Seiten
Verlag: Vuibert (Juni 2008)
Collection: Entreprendre
Sprache: Français
ISBN-10: 2711769291
ISBN-13: 978-2711769292

Teaser-Bild

Mobile Banking – Von der Information zur Transaktion

[Text als PDF]

Zur Abwicklung von Bankgeschäften nutzen immer mehr Kunden mobile Endgeräte.1 Durch die zunehmende Verbreitung sogenannter Smartphones (iPhone, Blackberry etc.)  steigt das Bedürfnis der Konsumenten, unabhängig von Ort und Zeit auf ihr Konto oder Wertpapierdepot Zugriff zu haben.

Dieser Trend wird sich noch verstärken. Eine Cisco-Studie prognostiziert einen 43-fachen Anstieg des mobilen Datenverkehrs bis zum Jahr 2014. Nachfolgender Graph zeigt die rasante Entwicklung des „Consumer IP Traffic“ für mobile Datenmengen.

Mobile-Banking-2010

Consumer IP Traffic – Mobile Data 2009 -2014

Quelle: Cisco (Hrsg.): Cisco Visual Networking Index Forcast and Methology, 2009 – 2014, San Jose Juni 2010, S.9.

Demnach vervielfacht sich das monatliche  Datenauf­kommen von 66 PB in 2009 auf 2.856 PB im Jahr 2014. Das Nutzungsverhalten der Konsumenten wird sich in den nächsten Jahren aufgrund der Internetfähigkeit mobiler Endgeräte deutlich verändern – mit erheblichem Einfluss auf die Abwicklung der täglichen Bankgeschäfte.

Die Treiber der Entwicklung im Mobile Banking  sind hauptsächlich:

  • Technischer Fortschritt: Nicht nur die Neuentwicklung mobiler Smartphones spielt eine entscheidende Rolle,  auch der Launch zahlreicher Applikationen, sog. Apps, die es dem Kunden ermöglichen, seine Bankgeschäfte bequem von unterwegs zu erledigen sind für die kundenseitige Akzeptanz von Bedeutung. Vorteile dieser Mini-Programme sind die Benutzerfreundlichkeit und der erweiterte Service im Vergleich zu einer herkömmlichen wap-Anwendung.
  • Wirtschaftliche Entwicklung: Vor dem Hintergrund der Globalisierung nimmt die Mobilität der Berufstätigen stetig zu. Mobile Dienste erleichtern und unterstützen die Mobilität in der Arbeit. Dabei handelt es sich um Kundengruppen, die für Banken aufgrund ihrer Finanzkraft von strate­gischer Bedeutung sind.
  • Demographische Veränderungen: Widerstände gegen Mobile Banking Angebote werden durch den Einstieg junger Leute in das Berufsleben abgebaut.
  • Kostengünstige Datenflatrates: Alle großen Mobilfunkanbieter offerieren ihren Kunden mobile Datenflatrates, die das unbegrenzte Nutzen der mobilen Verbindungen für einen geringen Pauschalbetrag ermöglichen.

Strategische Bedeutung der Mobile Banking Angebote

In der Sybase 365-Studie2 wurden Entscheider für die Bereitstellung von Mobile und Internet Banking aus den weltweit Top-1000-Bankinstituten und über 7.000 Verbraucher befragt. Die Studie zeigt, dass bereits Ende 2010 mindestens einer von zehn Kunden Mobile Banking verwenden wird. 24 % der Befragten Verbraucher gaben an, dass sie es für kostenlose Mobile Banking Services in Betracht ziehen würden, die Bank zu wechseln. 45 % der Banken gehen davon aus, dass Mobile Banking eine Möglichkeit darstellt, potentielle Kunden zu einem Bankwechsel zu motivieren. Eine Untersuchung der Universität Hamburg und der technischen Universität Hamburg-Harburg3 zur Nutzungs- und Zahlungs­bereitschaft für mobile Dienste bestätigte diese These. Besonders verbreitet war die Wechselbereitschaft unter den befragten Geschäftsführern (33 %), Selbstständigen (26 %) und Angestellten (22 %). Des Weiteren ist hervorzuheben, dass Befragte, die das Mobile Banking schon jetzt nutzen, besonders viel Wert auf das Vorhandensein mobiler Dienste im Produktportfolio ihrer Bank legen (44 %). Welche dies im Einzelnen sind, richtet sich nach der Zielgruppe der Bank; unterschieden werden folgende Anwendungen:

  • Mobile Kontoführung (Mobile Accounting)
  • Mobile Depotführung (Mobile Brokerage)
  • Mobile Finanzinformationen (Mobile Financial Information Services)

Aus Vertriebssicht ermöglicht Mobile Banking den Banken einen zusätzlichen Distributionskanal. Das ist der Grund, warum Mobile Banking in der Multikanalstrategie vieler Banken zunehmend wichtiger wird. Einige Banken in Deutschland nutzen das Mobile Banking schon sehr erfolgreich für die Kontoführung oder im Brokerage. Die Erfahrungen zeigen, dass Kunden bereit sind, nicht nur Informationen abzurufen, sondern tatsächlich Transaktionen durchzuführen.

Vier Punkte, die eine Bank bei der Einführung von Mobile Banking beachten muss:

  • Mobile Banking wird in der Zukunft selbstverständlicher Teil im Multikanalbanking sein, so wie heute das Internetbanking.
  • Die Anspruchshaltung gegenüber der Usability von Mobile-Banking-Anwendungen ist hoch, denn vor allem Kunden mit hohem Kundenwert nutzen zunehmend ein mobiles Endgerät für Transaktionen.
  • Mobile Banking wird das Informations- und Transaktionsverhalten der Kunden verändern; dies sollte durch entsprechende inhaltliche Angebote von der Bank frühzeitig genutzt werden.
  • Die Kunden erwarten zunehmend die Visualisierung von Inhalten und Transaktionen.

Die herangezogenen Studien aus dem Jahren 2006 und 2008 können auch heute noch verwendet werden, da sie nur als Indiz der Bedeutung von Mobile Banking dienen.

1 Vgl.: Higdon, E. et al.: What Financial Functionality US Consumers Want On Mobile Devices, in: Forrester Research July 2010.

2 Vgl.: Sybase Inc. (Hrsg.): Mobile Banking aus der Sicht der Banken. Studie zum weltweiten Mobile Banking 2008.

3 Vgl.: Tiwar, R., Buse, S.: Mobile Banking: Aufgeschlossen für neue Technologien, in: Bankenmagazin, Juni 2006, Wiesbaden.